Der gläserne SteuerbürgerAllgemeines2005 war sowie das laufende Jahr 2009 waren Meilensteine auf dem Weg zum gläsernen Steuerbürger – insbesondere für Kapitalanleger. Banken mussten 2005 erstmals eine Jahresbescheinigung über Kapitaleinnahmen und Verkaufserlöse erstellen, durften Finanzamt und Sozialbehörden durften auf die Konten zugreifen und die EU-Zinsrichtlinie mit grenzüberschreitenden Kontrollmitteilungen trat in Kraft. Vorgeschaltet war eine Steueramnestie für vergessliche Steuerbürger bis zum 31.3.2005, um über eine letzte Möglichkeit zu günstigen Konditionen in die Steuerehrlichkeit zurück zu kommen. 2009 öffneten sich eine Reihe von Steueroasen und wollen nun ausländischen Steuerbehörden Auskünfte erteilen, das zuvor strenge Bankgeheimnis etwa in Liechtenstein, Monaco der der Schweiz bröckelt. Mit der Einführung der Abgeltungsteuer kamen zudem noch einige neue Kontrollinstrumente wie die Meldung einer Geldschenkung oder der verbreiterte Kontenabruf hinzu. Die nachfolgenden Kapitel bringen eine Übersicht über die Informationen, die sich der Fiskus über Bürger und Firmen diesseits und jenseits der Grenze beschaffen kann. |