Die Finanzbehörden haben in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in moderne Techniken getätigt. Hierzu gehört auch der Bereich des Internets. Es werden zunehmend immer mehr Geschäfte per Internet abgewickelt. Wenn man sich alleine den Bereich der Internetauktionen anschaut, ist es für die Finanzverwaltung von größtem Interesse hier Möglichkeiten zu haben, Steuerbetrügereien zu verhindern.
Eine Investition der Behörden nennt sich Xpider. Premiere hatte diese Software bereits Mitte 2003. Die lernfähige Software wurde im Auftrag des Bundes und der Länder entwickelt. Sie fahndet nach Unternehmen, die elektronischen Geschäftsverkehr betreiben, aber nicht bei den Finanzämtern gemeldet sind. Besonderes Augenmerk richtet sich auf die beliebten Online-Auktionsplattformen (vor allem eBay). Denn hier sind noch zahlreiche gewerbliche Verkäufer den Finanzämtern völlig unbekannt.
Steuertipp: Wenn Sie hier nur gelegentlich gebrauchte Gegenstände verkaufen,
werden Sie keine Probleme mit dem Finanzamt bekommen.
Geht der Verkauf von gebrauchten Gegenständen über das normale Maß (z. B.
Entrümpelung des Speichers) hinaus, indem Sie mit gebrauchten Gegenständen
handeln oder verkaufen Sie sogar regelmäßig Neuware, müssen Sie bei der
Gemeinde- oder Stadtverwaltung ein Gewerbe anmelden. Haben Sie dies nicht
getan und Ihr Finanzamt hat eine entsprechende Information (z. B.
von den automatischen Ermittlungen des Programms Xpider) erhalten, werden
Sie sich nur noch dann "rausreden" können, wenn Sie das ganze nur hobbymäßig
und ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben haben.